

DIE FETTEN JAHRE
UNGESCHMINKT
AB HEUTE VERLIEBT!
Unter verdientem Jubel wird durchgelacht. Hohe Schule!
Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio rbb 20.09.2009
Der neue Coup der himmlischen Malediven ist eine fetzige Screwball-Komödie mit feinem bis derbem Dialogwitz, wunderschönen Songs und melancholischen Balladen. Mehr braucht es nicht, um glücklich zu sein!
Ulrike Borowczyk , Berliner Morgenpost 20.09.2009
Obwohl Malediva jeden ernsthaften Moment sofort mit Sarkasmus sabotieren, ergründen sie auf anrührende Weise das Wesen von Partnerschaft und erzählen so indirekt von dem Glück, das es bedeutet, zusammen auch mal schweigen zu können.
Udo Badelt , DER TAGESSPIEGEL 20.09.2009
Lieder, die wirken wie Lebkuchenherzen: zuckergussüberzogen und zugleich steinhart beim Draufbeißen. Enthusiastische Publikumsreaktionen bei der Premiere!
Carmen Böker, Berliner Zeitung 21.09.2009
„Glänzende Unterhaltung.”Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio rbb 1.02.2008
„...der Verzicht auf die Distanz schaffende Maske belebt das Malediva-Prinzip ganz wunderbar: Die Texte waren immer schon bewundernswert hochtourige, artifizielle Schlagabtausche, aber im Konversationston funkeln sie noch ein wenig klüger, authentischer und überraschender.
"Man könnte sich immer neu verlieben, / aber wir sind einfach dageblieben", heißt es in einem Lied darüber, dass Aufgeben feige ist. Das ist wieder so ein Schneekugelmoment à la Malediva: Ja, das ist alles mühsam hier, aber manchmal fühlt man sich kurz mal schwerelos.”
Carmen Böker, Berliner Zeitung 2.02.2008
„Ein Abend für Herzensbrecher.”
Thomas Lackmann, Tagesspiegel 2.02.2008
„Ungeschminkt“ heißt das Comedy-Chanson-Programm, zu dem Tetta Müller und Lo Malinke die Gäste in ihrem imaginären Wohnzimmer empfangen – am Morgen nach der Hochzeit. In der realen Welt liegt die Eheschließung des schwulen Paares schon sieben Jahre zurück. Gleichwohl oder gerade deshalb gelingen die bissig-pointierte, bittersüße Manöverkritik der Hochzeit, das genüssliche Sezieren des familiären Anhangs und die desillusionierende, schonungslose Aufbereitung der Widrigkeiten des Beziehungsalltags ebenso erfrischend wie erschreckend. Ob schwul oder hetero, man erkennt sich ständig selbst wieder – und erkennt, dass Humor der erste Schritt zur Heilung sein könnte.”
Robert Vernier, Focus-online 2.02.2008
Als virtuose Screwball-Comedy mit intelligenten, sarkastischen, gnadenlos derben, aber immer trefflichen Aperçus auf jede noch so beknackte Bemerkung. Man möchte dieses herzige, auf dem Sofa herumhopsende Pärchen am liebsten mit nach Hause nehmen. Frivoles über die Sex- geräusche"der Nachbarn, über die Urlaubssehnsüchte ausstiegswilliger Großstadtneurotiker und nicht zu vergessen all die wehmütigen, bitterzarten Lieder über die Liebe. Malediva ist mit „Ungeschminkt” wieder einmal ein wunderbarer, amüsanter und poetischer Abend über große Gefühle gelungen, die sich hinter kleinen Gesten, überschäumenden Albernheiten und kruden Scharmützeln verstecken. Eine Sternstunde.
Ulrike Borowczyck, Berliner Morgenpost 7.02.2008
In wunderbaren Balladen über das Altern und die ewige Liebe laufen sie zu von ihnen erwarteter Großkunst auf.
Ute Büsing, Inforadio 1.02.2008
Doch spendet gerade der gelassene Coming-of-Age-Tonfall, der dieses Malediva-Programm durchzieht, Trost: weil die beiden nicht in die Wohlstandsdepression abgedriftet sind, sondern sich ihren ganz eigenen, den sanftmütig-ironischen Blick auf die Malaisen des Alltags bewahrt haben; weil das kurze Glück des Verliebtseins nur dem tieferen, einer aus randvollem Herzen besungenen Liebe gewichen ist. Und weil hinter jeder Bosheit die Gewissheit steht, dass sie gleich verziehen wird.
Jörg Königsdorf, Süddeutsche Zeitung 6.02.2008
„Malediva sind mit „Ungeschminkt“ einen mutigen Schritt nach vorn auf ihr Publikum zugegangen. Mit persönlicher Nähe präsentieren sie die individuelle Normalität einer schwulen Beziehung. Sie werden von Figuren zu Menschen – greifbar und angreifbar. Dafür ernten Sie von ihren Zuschauern Sympathie und Begeisterung.”
Kai Schmidt, Bloom 3.02.2008
Sie haben sie natürlich vorher kräftig geschüttelt - ihre Schneekugel. Ein bisschen Chaos muss schon sein. Jetzt beobachten sie sich selbst von außen, wie sie als winzig kleine Menschen unter der durchsichtigen Kuppel durch das Flockengestöber des Alltags jagen, die Liebe bis in alle Haarspitzen erfühlen und durchleiden. Wie sie mit geträumten Geschichten Energie tanken und im Schneesturm überleben. Sie, das sind Tetta Müller und Lo Malinke. Sie, das sind ”Maldiva“ . Die ”Malediva“. Es gibt nur ein Duo, das sich so gekonnt an subtil miteinander verwobenen Wortspielen ergeht, so wunderbar diabolisch über das sonst so abgedroschene Thema Liebe miteinander streiten kann. Die Zwischentöne sind es, die man an „Malediva“ liebt. Und die man immer wieder hören möchte.
Nicole Graner - Süddeutsche Zeitung, 28.04.2006
Gut waren Malediva schon immer - der deutsche Kleinkunstpreis beweist es -, aber sie werden immer besser. Ihr Witz ist trocken und sarkastisch, ihre Melancholie unsentimental und herb, ihre Selbstironie gnadenlos ehrlich. Die Chansontexte schillern von skurril bis poetisch, und Pianist Florian Ludewig hat rasante Raps und lyrische Balladen komponiert. Schöner und komischer besingt und beschreibt derzeit niemand den Zustand zwischen erlebter und erwünschter Partnerschaft. Eine Kleinkunst-Sternstunde.
AZ - München, 27.04.2006
Unglaublich präzise und ironisch gebrochen spielen Malediva die ganze Gefühlsskala durch. Zwischen hinreißenden Plaudereien über die Babnalität des Lebens singen die zwei poetisch-melancholische Balladen und Songs, diskret von Florian Ludewig am Flügel bgleitet. Man könnte süchtig werden nach diesen Sumpfblüten aus dem Großstadtdschungel, deren grotesker Hunor meist tiefschwarz gefärbt ist.
tz 27.04.2006
Wahrhaft famos sind nicht nur die verbalen Scharmützel der beiden. Es sind auch ihre Chansons komponiert von Florian Ludewig, der sie auch am Flügel begleitet. Sie singen sie mit engelsgleichen Gesichtern, auch wenn sie meist nur von der eigenen Unzulänglichkeit und unerfüllbarer Sehnsucht handeln. Gleich darauf gehen die beiden wieder aufeinander los, und Lo kann’s am Ende nicht fassen: „ Das hat Ihnen also gefallen, hm? Fieses Pack, du lieber Himmel.“
Johannes Löhr - Münchner Merkur, 27.04.2006
Reinste Kabarett-Chanson-Lust: Was die beiden androgyn geschminkten Männer seit einigen Jahren auf dutzenden Kleinkunstbühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz veranstalten, ist weder Travestie, noch klassisches Kabarett, noch neumodische Comedy. Es ist amüsante Alltagsbeobachtung mit manchmal grotesken Zügen. Wenn sie fast bewegungslos auf der Bühne sitzen, verbreiten sie einen ganz speziellen Zauber. Ihre Poesie ist zeitlos und doch so nah, einfach zum Weinen schön.
dpa 27.04.2006
Malediva zaubern uns Schmetterlinge in den Bauch Gerade frisch mit dem Deutschen Kleinkunstpreis geadelt, präsentieren Malediva in der Bar jeder Vernunft ihr mittlerweile fünftes Programm in der Regie von Wolfgang Kolneder: "Ab heute verliebt!". Verliebt ist man danach tatsächlich. Und zwar in ein Trio, das nicht nur der Inbegriff des modernen Chansons ist, sondern es auch noch mit beiläufiger Eleganz versteht, Gefühlen in kapriziös-maliziösen Geschichten und traumschönen Liedern bitterzarte Authentizität zu verleihen.
Ulrike Borowczyk/ Berliner Morgenpost, 10.05.2006
Als Grumpy Young Men inszenieren sich Malediva wieder in ihrem neuen autobiographisch unterminierten Programm AB HEUTE VERLIEBT, voll edelbitterer Chansons (Komponist & Pianist: Florian Ludewig) und bitterböser , hochtouriger Zwischentexte. Bei Malediva geht es nicht bloß um die kleinen Alltagsunruhen - sondern ganz groß um die Suche nach dem Glück. Malediva laufen im soften Plauschtonfall immer wieder zu hoher kabarettistischer Form auf; so hinreißend klug und hellsichtig und zudem so schnell, dass der vielleicht ja auch schon leicht beziehungslädierte Zuschauer ihnen mit neuer Risikofreude hinterherzulaufen imstande ist. So ist dieses Programm - von einer verbotenen, erlesenen Gemeinheit, die sich mit einer wollig weichen, oft tröstlich wärmenden Traurigkeit verbindet. Und die Stimmen der beiden schweben mal wieder wie Posaunenengelchen auf Wattewolken.
Carmen Böker/ Berliner Zeitung, 10.05.2006
Schon der Titel AB HEUTE VERLIEBT ist reine Paartherapie. Ihre Aufforderung richten die frisch gebackenen Träger des Deutschen Kleinkunstpreises nicht etwa an frustierte Großstadtsingles, sondern an all die Langzeitbeziehungen, die nach Jahren einer Schrägstrichehe vergessen haben, warum sie eigentlich mal ihre Lebensentwürfe aneinandergekoppelt hatten. Malediva reden und singen über all die Kleinigkeiten, aus denen sich der Beziehungsalltag zusammensetzt und die tagtäglich zu beweisen scheinen, dass man eigentlich überhaupt nicht zueinander passt. Dennoch steht keinen Moment in Frage, dass die beiden trotzdem mit jeder Faser aneinander hängen und dass diese fruchtlosen Meckereien nur eine etwas masochistische Art sind, Zärtlichkeiten auszutauschen. Ritualisierte Wortbalgereien, die im Grunde von beiden genossen werden, weil dahinter das große TROTZDEM der Liebe leuchtet wie ein knallroter Luftballon. Ein paar solcher Liebesliederballons, die ihr Pianist Florian Ludewig mit einer guten Portion Gefühl vertont hat, lassen die Malediven sogar steigen - natürlich nur, um die Harmonie anschließend wieder mit ihren spitzzüngigen Tiraden zu durchlöchern. Weil sich die Liebe nach ein paar Sticheleien gleich viel besser anfühlt.
Jörg Königsdorf / DER TAGESSPIEGEL, 10.05.2006
Sitzen, singen und plaudern. Eigentlich nicht viel. Und doch unglaublich groß.
Axel Schock / taz-Berlin, 10.05.2006
An manchen Stellen des tiefgründigen Programms mit wohldosierten Gehässigkeiten scheint es, als seien die beiden Malediven allein Zuhaus und das Publikum nur eine Einbildung. Sie reden über Beziehungslegastheniker, ihre vergebliche Suche nach einem besseren Leben und stellen fest, daß es manchmal besser ist, trotz der Liebe zu einem anderen Menschen nicht zu bleiben. So sind sie nun mal, die drei, »besser böse als langweilig« und trotzdem »ab heute verliebt«.
Markus Bernhardt/ junge Welt, 10.05.2006
Ihre rauchig divenhafte bis lyrische Stimmbreite kommt in den neuen Songs wie nie zur Geltung. Ein Vergnügen, für das die Zuschauer frenetisch Applaus spendeten.
Nürnberger Nachrichten, 18.04.2006
Stehende Ovationen!
FAZ, 31.03.2006
Die Jungs von Malediva sind Dialektiker des deutschen Kaberetts. Aus dem Hehren wird die Luft rausgelassen, das Niedirge aber bekommt mitunter philosophische Dimension.
Süddeutsche Zeitung, 22.09.2007